Gashydrate und der globale Methankreislauf
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Untersuchungen am IFM-GEOMARGashydrate - eisähnliche, brennbare Verbindungen aus Wasser und Gas - können unter hohem Druck und niedrigen Temperaturen in erheblichen Mengen in den arktischen Permafrostgebieten und im Meeresboden auftreten und haben das Potenzial, Einfluß auf das globale Klima und den Kohlenstoffkreislauf zu nehmen. Die Erforschung von marinen Gashydraten und dem Methankreislauf hat am IFM-GEOMAR Tradition. Im Sommer 1996 machten Mitarbeiter des ehemaligen GEOMAR während einer Expedition mit dem Forschungschiff SONNE vor der Westküste Oregons (USA) den bisher größten Fund von Gashydraten am Meeresboden. Durch den Einsatz des Videogreifers bargen sie aus 800 m Wassertiefe Sedimente, die mit ca. 50 kg weißlichem Gashydrat durchsetzt waren. Diese Entdeckung stimulierte die Gashydratforschung in Deutschland und führte zur Förderung wissenschaftlicher Verbundprojekte mit zahlreichen innovativen Technologien im Rahmen des Sonderprogrammes GEOTECHNOLOGIEN des BMBF und der DFG. Das Verbundvorhaben COMET wird vom IFM-GEOMAR koordiniert und von Mitarbeitern der Forschungseinheit Marine Geosysteme geleitet. In diesem Verbund werden die komplexen Transportprozesse, Steuerparameter und biogeochemischen Reaktionen in Gashydrat-haltigen Sedimenten detailliert untersucht, um die Wirkungsweise und Effizienz des sogenannten benthischen Filters besser zu verstehen. Wir verwenden moderne Lander Technologie, numerische Modellierung, und Isotopenanalysen von Fluiden und authigenen Präzipitaten, um die Umsatzraten dieses Methanspeichers zu quantifizieren. Die Flüsse und das Schicksal des Methans in der Wassersäule sowie der Eintrag in die Atmosphäre werden mit hydroakustischen und analytischen Methoden verfolgt. Die Mechanismen der Hydrat-Bildung und Zersetzung, sowie der Fluid- und Gas-Transport werden in einem neuartigen Drucklabor der TU Hamburg-Harburg detailliert untersucht. Authigene Karbonate und ihre isotopische Zusammensetzung werden analysiert, um Wechsel im Gashydratumsatz in geologischen Zeitskalen zu rekonstruieren.
Weitere Gashydrat-Projekte mit Beteiligung des IFM-GEOMAR:
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